Frankenwaldregion besser an Fernverkehr Richtung Berlin anbinden

München, 13.04.2018

+++ Das Verkehrsangebot auf der Schiene soll in Nordbayern noch besser werden. Das gab heute Bayerns Bau- und Verkehrsministerin Ilse Aigner bekannt. Auf der Regionalkonferenz in Coburg am Mittwoch, den 11. April 2018,  stellte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Auftrag des Freistaates plant, finanziert und kontrolliert, ihre Pläne für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Regierungsbezirk Oberfranken und in angrenzenden Regionen in Nordbayern vor. „Wir wollen das Angebot an den Fernverkehr Richtung Berlin verbessern. Dazu wird der Franken-Thüringen-Express (FTX) gemeinsam mit Thüringen über Jena weiter nach Leipzig verlängert. Auch wird der Regional-Express Nürnberg-Bamberg ab Dezember noch stärker auf die Hauptverkehrszeit (HVZ) fokussiert und damit noch attraktiver“, so Aigner heute. Der neue Fahrplan ab Dezember 2018 soll deshalb bessere Anschlüsse zum ICE Richtung Berlin vorsehen.. In Nürnberg, Bamberg und Leipzig ist der FTX jeweils auf die ICE-Verbindungen abgestimmt. +++

 

Damit entsteht insbesondere für die Frankenwaldregion eine schnellere Verbindung Richtung Berlin, ohne den Umweg über Bamberg und die Neubaustrecke via Erfurt. „Die notwendige Umstrukturierung des länderübergreifenden Nahverkehrs ist für die gesamte Region eine Win-Win-Situation“, erklärt Johann Niggl, Sprecher der Geschäftsführung der BEG. „Wir wirken daher gerne an dem von Thüringen ausgelösten Konzept mit und stellen im Rahmen der Umplanung die erforderlichen Fahrzeuge für die Verlängerung nach Leipzig bereit, bis es wieder zu einer Fernverkehrslinie zwischen Nürnberg, Lichtenfels, Jena und Leipzig kommt.“

 

Die Verlängerung des FTX nach Leipzig nimmt die BEG zum Anlass, weitere Anpassungen im nordbayerischen SPNV vorzunehmen. Ab dem 09. Dezember 2018 verkehrt der FTX im stündlichen Wechsel von Nürnberg nach Leipzig und von Nürnberg nach Sonneberg sowie Saalfeld, mit Zugteilung in Lichtenfels. Damit ergibt sich für den Landkreis Kronach und für Saalfeld erstmals eine etwa stündliche Direktverbindung mit Forchheim, Erlangen, Fürth und Nürnberg. Bislang muss in dieser Relation zumeist zweistündlich in Bamberg umgestiegen werden.  In Saalfeld werden durch die zweistündlich hier endende FTX-Linie zeitlich attraktive Anschlüsse Richtung Gera, Erfurt und Jena erreicht. Das bedeutet besonders für Kronach und Lichtenfels eine verbesserte Anbindung nach Mitteldeutschland.

 

Die Verbindung nach Leipzig ist nur in der Stunde sinnvoll möglich, in der der FTX bislang ab Nürnberg über Bamberg nach Würzburg und Sonneberg verkehrt. Im Fahrplan 2019 werden daher die Zugteile von Nürnberg nach Würzburg und Leipzig bis Bamberg vereinigt. In Bamberg werden die Zugteile anschließend getrennt beziehungsweise in Gegenrichtung vereinigt.

 

Die grundlegende Erweiterung im elektrischen Netz Franken löst für den Fahrplan 2019 weitere Änderungen im nordbayerischen SPNV aus. Die BEG erarbeitet dafür in Abstimmung mit den beauftragten Bahnen und mit Thüringen derzeit die Detailplanungen. Fest steht, dass der zweistündige Sonnenberger Flügelzug ebenso wie der im Dezember 2017 neu eingeführte Regional-Express Nürnberg – Coburg – Sonneberg über die Neubaustrecke VDE 8 jeweils die Stundenlage tauscht. Dadurch wird gewährleistet, dass die Region Coburg weiterhin stündlich umsteigefrei an Nürnberg angebunden bleibt und die Fahrgäste von Süden einen verbesserten Zugang zum ICE in Coburg erhalten.

 

Auch Bayreuth und Hof profitieren von den Umstellungen des Fahrplans in der Region. Der Main-Saale-Express von DB Regio wird hierzu ab Hof um acht Minuten beschleunigt und erhält in Hochstadt-Marktzeuln einen schnellen Anschluss nach Jena, Naumburg und Leipzig. Über den Verkehrshalt in Naumburg ist auch Halle mit Umstieg erreichbar, von wo aus weitere Fernverkehrsverbindungen Richtung Berlin genutzt werden können.