Bayerisches Wohnungsbauprogramm, Altengerechtes Wohnen in Gilching
© Schinharl Höss Amberg Architekten, München

Wohnen in Bayern

Mit Beschluss der Bayerischen Staatsregierung vom 21. März 2018 wurden die Bereiche „Wohnen, Bau und Verkehr“ der bisherigen Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr dem neu gegründeten Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr zugeordnet. In den Informationen finden Sie je nach Kontext noch beide Bezeichnungen.

Der Freistaat Bayern unterstützt die Wohnraumversorgung seiner Bürger auf vielfältige Weise. Mit den Programmen der Wohnraumförderung fördert er beispielsweise den Bau oder die Modernisierung von Mietwohnungen. Mietern dieser geförderten Wohnungen gibt er einen Zuschuss zur Miete. Damit sich auch weniger wohlhabende Familien Wohneigentum leisten können, fördert der Freistaat den Bau oder Kauf von selbstgenutzten Wohnungen und Häusern. Darüber hinaus wird der Bau von Studentenwohnheimen oder von Wohnplätzen für Menschen mit Behinderung unterstützt.

Der Freistaat Bayern schafft die rechtlichen Grundlagen für Belegung und Nutzung der Wohnungen und zur Verhinderung einer Zweckentfremdung von Wohnraum.

Wohngeld entlastet Mieter und Eigentümer bei den Wohnkosten. Vor allem Rentnern oder Familien mit geringem Einkommen leistet der Staat einen finanziellen Zuschuss zu ihren Mietkosten oder zu den Belastungen für das eigene Heim. Die Höhe des Wohngeldes hängt ab von der Anzahl der Haushaltsmitglieder, die berücksichtigt werden können, von der Höhe des Einkommens und von der Höhe der Miete bzw. Belastung. Durch die letzte Wohngeldreform wurden die Wohngeldleistungen zum 1. Januar 2016 verbessert, indem die Leistungshöhe an die Bestandsmieten- und Einkommensentwicklung angepasst wurde. Auch der Anstieg der warmen Nebenkosten (Kosten für Heizung und Warmwasser) wurden bei der Erhöhung der Tabellenwerte berücksichtigt. So bekommt beispielsweise ein Ehepaar mit zwei Kindern in Rosenheim bei einem monatlichen Bruttoarbeitseinkommen von insgesamt 2.200 Euro und einer Bruttokaltmiete von 700 Euro auf Antrag ein monatliches Wohngeld von 221 Euro (vor der Wohngeldreform: 122 Euro). Im Haushaltsplan des Freistaates Bayern 2018 sind Ausgaben für Wohngeld in Höhe von 100 Millionen Euro veranschlagt.

Mit dem Experimentellen Wohnungsbau erprobt der Freistaat zusammen mit Wohnungsunternehmen neue Wege beim kostengünstigen und nachhaltigen Wohnungsbau. Aktueller Schwerpunkt sind Wohnungsbaumaßnahmen zur Bewältigung des demographischen Wandels und der energetischen Herausforderung.

Energieeffizientes Bauen schont die Umwelt und zahlt sich auch in finanzieller Hinsicht aus. Rund 40 Prozent der eingesetzten Endenergie in Bayern werden für den Gebäudebereich aufgewendet. In der energetischen Sanierung des Wohnungsbestandes liegt somit ein enormes Einsparungspotenzial. Energieeffiziente Neubauten gewährleisten einen ressourcenschonenden und sparsamen Betrieb.

Die Anforderungen an Wohnungen und die bautechnischen Grundlagen entwickeln sich permanent weiter. Bauherren und Planern gibt der Freistaat aktuelle Hinweise zur Planung an die Hand, als Grundlage für zeitgemäße und gut nutzbare Wohnungen. Barrierefreiheit, Energieeinsparung, Modernisierung und Wohnraum für Studierende und für Menschen mit Behinderung sind dabei die Schwerpunktthemen.

Daten und Fakten zum Wohnen in Bayern stellt die Entwicklung und die derzeitige Situation des Wohnungsbaus und der Wohnraumförderung im Freistaat dar. Infolge der zunehmenden Wohnungsmarktanspannungen in den bayerischen Ballungsgebieten ist Bauen das Gebot der Stunde. Bayern erhöht daher seine Investitionen in den Wohnungsbau. 2016 steht für die Wohnraum- inklusive der Studentenwohnraumförderung ein Volumen von mehr als 400 Millionen Euro zur Verfügung. Das sind über 100 Millionen Euro mehr als letztes Jahr.

Ausstellungen und Veranstaltungen

Aktuell

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